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Fanfiction

Hätte ja sein können
Autor: Bluesue


1 Jahr später

Per erwachte von einer zuschlagenden Türe. Gleich darauf hörte er Josefin und Oscar, die zum Pool rannten. Neben sich spürte er eine Bewegung. Er lächelte und drehte sich dem Wesen unter dem weinroten Leintuch zu.
„Guten Morgen“, flüsterte er und fasste unter die Decke. Warme Hand traf auf noch wärmere Samthaut.
Die Antwort war ein leicht unwilliges Maunzen. Der Griff seiner Hand wurde etwas fester, er zog seine Liebste ans Tageslicht. Sie hielt sich die Hand vors Gesicht.
„Oh bitte, ich war bis heute früh im Atelier...lass mich noch 2 Stunden schlafen.“
„Geht nicht. Wir haben den Kindern Disneyland versprochen. Es ist schon 8 Uhr. In ner Stunde will ich auf der Autobahn sein.“
Marie krabbelte aus dem Bett, Per’s bewundernder Blick folgte ihr. „Ich schlaf im Auto weiter“, nuschelte sie abschliessend.
Per zog sich die Decke nochmal über den Kopf. Marie brauchte immer eine Weile im Bad.

Er liess die letzte Zeit Revue passieren. Sie führten ein völlig normales Leben. Er ging morgens arbeiten, kam mittags zum Essen, machte manchmal sogar Kaffeepausen zu Hause und Marie schaffte oben im Atelier. Sie waren es einfach immer noch gewöhnt zusammenzuarbeiten. Es funktionierte tadellos, die üblichen Meinungsverschiedenheiten nicht ausgeschlossen.

Mit den Kindern hatte es nie Probleme gegeben, auch mit Gabriel nicht und dies war ein grosser Teil Åsa’s Verdienst, die niemals ein böses Wort über Per oder Marie verlor.

Über Musik wurde eigentlich nie gesprochen, obwohl sie sie heimlich natürlich über alles vermissten. Sie genossen ihr Familienleben, vermissten den Druck nicht, geschweige denn die Öffentlichkeit ihrer Privatsphäre. Dass Marie und Per zusammen waren wusste niemand, ausser der Familie.

Sie waren immer noch verliebt. Meistens genügte ein Blick um die Herzen schneller schlagen zu lassen. Vielleicht war die Tatsache, dass sie so sehr gelitten hatten, ein Grund dass sie alles schätzten, was sie miteinander teilten, dass sie jeden Tag als ein Geschenk betrachteten. Nichts war selbstverständlich.

Marie kam aus dem Badezimmer. „Du, wenn die Kinder Herbstferien haben, könnten wir doch mal nach Stockholm fliegen, was meinst Du?“
Per sah sie prüfend an. „Mhm, ja, könnten wir. Sehnsucht nach der Heimat?“
Sie nickte. „Ich träum so oft davon.“
„Ich auch“, gab Per zu.
„Wenn wir schon dabei sind, zu beichten....ich hab wieder angefangen Lieder zu schreiben.“
„Ach, deshalb geht Dein letztes Bild nicht voran.“
„Schuldig. Mein Kopf war aber so voll, ich musste das loswerden.“
Per grinste dreckig. „He, ich hab im Geschäft ne kleine Anlage im Keller installiert. So’n paar Demos sind schon fertig.“
Sie starrte ihn an. „Per Håkan Gessle!“
„Bin doch immer noch etwas schneller als Du“, neckte er sie, aber nicht ungestraft. Wie eine Furie warf sie sich auf ihn. Sie küssten sich wie Verrückte, lachten und weinten gleichzeitig.

Roxette konnten die Welt immer noch überraschen, oder nicht?

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