News - NOTP tour: Deutschland-Auftakt in Hamburg

Kiwein | Night of the Proms

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Mit zwei Shows in Hamburg sind die Nokia Night of the Proms in Deutschland gestartet. Mit leicht verändertem Programm bedingt durch Künstlerwechsel umfasst die deutsche Version der Proms immer noch knapp 3,5 Stunden. Nachdem ich bereits fünf Shows in Holland und Belgien gesehen hatte, war ich gespannt auf die deutsche Ausgabe der Proms. Christina Stürmer, sie überrascht mit klarer Stimme, Alan Parsons - dazu muss man eigentlich nichts sagen, der Name spricht für sich und Heaven 17 sind zum Proms-Team gestoßen.

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Vermisst haben wir (mehrere Roxette-Fans, die bereits im Westen Europas unterwegs waren) vor allem die Pyrotechnik und Sharon den Adel. Ansonsten steht die deutsche Show dem Vorbild in nichts nach. Auch der Roxette-Auftritt ist nach wie vor in zwei Teilen zu sehen. Vor der Pause kommt Wish I could fly, am Ende der Show das Set aus den vier altbekannten Songs Joyride, The Look, It must have been love und Listen to your heart. Persönlich muss ich sagen, dass mir die "Sitzshows" gar nicht zusagen. Laut den Veranstaltern sagen viele Konzertbesucher, dass ihnen das bestuhlte Konzert besser gefällt. Aber stehen tun im letzten Viertel der Show ohnehin alle. Für mich ist das Sitzkonzert ein absoluter Stimmungskiller. Nicht nur für die, die zum Anfeuern "ihrer" Band in die Halle kommen, sondern auch für die Künstler, die sich umso mehr Mühe geben müssen, die Massen zum Stehen und Klatschen zu bringen. Das nur am Rande.

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Zur gestrigen Show: Wish I could fly bleibt für mich in diesem Set der fünf Roxette-Songs der am schwierigsten zu beurteilende. Denn Maries Stimme ist bei diesem Lied zwar gigantisch und wenn sie einen richtig guten Tag hat, dann sorgt sie mit ihrer "bluesigen" Version des Songs von 1999 für ein unvergleichliches Gefühl. Es ist jedoch offensichtlich, dass das Lied Marie nach wie vor Probleme bereitet. Theorien sagen, dass der Text einfach zu "neu" ist. Also: stimmlich passt es absolut, die Kombination aus Orchester und Band und deren Zusammenspiel fügt sich nach zähem Beginn in Antwerpen allmählich.
Das zweite Set ist wie gewohnt wesentlich stärker als Teil eins. Mit The Look gewinnen Roxette die Herzen. Alle stehen auf und klatschen. Und immer wieder faszinierend ist, dass unglaublich viele Besucher den Text von It must have been love auswendig mitsingen können. Marie schien das besonders gestern zu ahnen und ließ im akustischen Vorspiel des Liedes das Publikum singen. Anmutig sangen viele tausend Menschen die altbekannten Worte. Schön! Joyride rockte ohnehin. Mit Abstand am besten funktionierte aber gestern Listen to your heart. Wenn man allmählich merkt, wie der Druck von Maries Schultern fällt, haut sie Töne raus, die man zunächst nicht erwartet hätte. Am Ende von Listen to your heart zieht sie den Schlusston über Sekunden in die Länge. Gänsehautfeeling! Spannend bleibt, wie das Publikum auf Maries Einschränkungen reagieren wird. Von "Huch, die muss ja sitzen und wird gestützt, wenn sie die Bühne verlässt" bis hin zu "Die hat sich aber super erholt" war gestern alles dabei. Für diejenigen, die es wirklich nicht wissen: Marie hatte einen Gehirntumor und einige Spätfolgen davongetragen. Ihre Sache macht sie dennoch mehr als super und um mal Jonas Isacsson, Gitarrist von Roxette und auch der Electric Band in diesem Jahr, zu zitieren: "I am so proud of her". Wir sind auch SEHR stolz auf sie!

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Bei der vorherigen Pressekonferenz wollte Marie auf Fragen zu ihrer Krankheit bzw. die letzten Jahre nicht eingehen: Verständlich! Die Zeit ist vorbei. Wir schauen nach vorn. Auf die Frage, wieso jetzt ausgerechnet Night of the Proms antwortete sie: "Wieso nicht?" Per und Marie versicherten noch einmal, dass sie wirklich Spaß an dieser Tour haben und das merkt man ihnen nicht nur dank der vielen YouTube-Videos, die in der Pause zwischen den Sets entstehen, an.

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