Fanfiction

Paper and glue

Autor: Chantie

Er stand wie Stein mitten in diesem Raum, seine Augen ruhten auf Marie, deren Augen kleine Dolche an ihn sendeten, sie zitterte von Kopf bis Fuß. Er ging auf sie zu, immer noch dieser ungläubige Blick in seinen Augen. Per sah sich, wie er seine Arme um ihre Schultern schloss und sie dann küsste. Ihre Lippen öffneten sich widerwillig, aber er schob seine Zunge hinein und zog sie näher an seinen Körper.. Marie dachte, sie würde ohnmächtig. Er wusste nicht, was er da tat. Er war komplett außer sich, aber es fühlte sich an, als würde der Himmel die Erde berühren. Marie begann ihn auch zu küssen und dann verlor sie die Kontrolle. Ihr ganzer Körper nahm jetzt wahr, dass das der Mann war, auf den sie die ganze Zeit gewartet hatte. Was Per begonnen hatte mit diesem kuriosen Kuss wurde schnell ein heißes Durcheinander von sehnsuchtsvollen Aktionen. Küsse reichten nicht mehr. Er hatte noch nie so gefühlt wie in diesem Augenblick, vielleicht nur sein allererstes Mal mit einer Frau. Ihre kleinen Hände, ihr zarter Mund und die Berührung ihres willigen Körpers ließen ihn alles vergessen.

Wie im Dunst lagen sie auf dem Teppich, stöhnten vor Erleichterung und Begierde als sie begannen, Liebe zu machen. Sie bewegten sich zusammen wie in einem Fiebertraum bis ihre Gefühle in einem Orgasmus Erlösung fanden. Per war geflohen. Marie stand unter der Dusche, ihr war schwindlig und sie vibrierte innerlich immer noch. Sie wusste nicht, ob sie weinen oder lachen sollte. Er saß in seinem Auto, die Augen geschlossen. Er roch nach ihr, er konnte sogar immer noch ihre Haut fühlen, wie sie schmeckte. Er verlor seinen Kopf, da war er sicher und vielleicht...auch sein Herz.

Kapitel 4

Per ging mit Gabriel zum Konzert. Er war ein großer Junge, kein Baby mehr. Marie konnte ihren Augen nicht trauen, als sie Per sah. Sie hatte Micke doch bereits gesagt, dass Per nicht kommen konnte, weil er geschäftlich verhindert war. Was sollte sie ihm nun sagen? "Was tust du hier?", fragte sie atemlos. "Ich werde mit dir einen Song singen. Schon wieder vergessen?", antwortete er. "Nein, wie könnte ich", Marie verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust. Per seufzte und deutete auf das Paar, das durch den Eingang kam: "Schau, die beiden Evas sind da". Sie gingen hin, um "hallo" zu sagen. Die Fans applaudierten Per sehr lange, als er zu Marie auf die Bühne kam. Sie brachten den Auftritt perfekt über die Bühne. Per ging danach jedoch nicht nach Hause Er wartete bis zum Ende des Konzerts, zusammen mit Micke und den Kindern. Åsa hatte eine Erkältung, sonst wäre sie auch da gewesen. Natürlich wurde Per zur After Show Party eingeladen. Er sagte nicht nein. Sie saßen am selben Tisch. Micke und Per unterhielten sich gut. Die Kinder wurden zu Bett gebracht. Gabriel bestand darauf, bei Oscar und Josefin zu schlafen. Marie wurde von vielen zum Tanzen aufgefordert. Als Per sie fragte, sagte sie nicht nein. "Bist du ok?", murmelte er. "Nein". "Ich auch nicht. "Was werden wir dagegen tun?", fragte Marie. "Bist du bereit, das hinter uns zu lassen?" "Wirklich? Können wir das? Das wäre so gut." Per war ohne Grund enttäuscht von ihr eine Antwort dieser Art zu hören.

Kapitel 5

Marie war froh, dass sie ihn den ganzen September hindurch nicht sehen musste, bis sie in die USA fliegen mussten, um ihre Promotion-Konzerte zu beginnen. Aber bald fand sie heraus, dass Per NICHT zu sehen auch keine Lösung war. Sie konnte nicht aufhören daran zu denken, was im Hotel passiert war. Sie träumte davon, wenn sie wach war und wenn sie schlief. Sie hatte Angst, dass Micke sie eines Nachts hören könnte.

Per hatte die gleichen Probleme, aber seine innere Welt war nicht für jedermann zugänglich, und seine Frau nahm es nicht wahr. Er machte sich selbst Glauben, dass es nichts mit Åsa zu tun hatte. Er liebte sie. Aber eines Nachts hörte Åsa ihn. Er war vor ihr eingeschlafen: "Ich liebe dich, Marie! Sei nicht böse auf mich, ich brauche dich." Åsa war beunruhigt. Sie fragte sich, ob die beiden einen Streit hatten. Am nächsten Morgen fragte sie ihn deswegen. Per sah sie an. Sollte er lügen? Sagen, dass nichts war? sagen, dass alles ok war? Sie würde ihm nicht glauben, sie kannte ihn zu gut. Also er erzählte er ihr alles, während er gleichzeitig versuchte, ihr klarzumachen, dass sich zwischen ihnen nichts ändern würde. Es war ein Unfall, der zu keiner Wiederholung kommen würde. Åsa wurde weiß wie die Wand. "Ich muss nur eine Sache wissen Per: liebst du sie als Frau?" Per wurde rot und Åsa war clever genug, das zu deuten. "Ja", sagte er. "Ich wusste es", sagte sie. "Wie?", während er überlegte, wo er sich verraten haben könnte. "Du hast es mir im Schlaf erzählt. Erinnerst du dich nicht an deinen Traum letzte Nacht?" "Doch, das tue ich." "Nun wirst du Marie anrufen und ihr sagen, dass Roxette gestorben ist." Er räusperte sich, starrte Asa an: "Nein", sagte er, schüttelte den Kopf: "nein." "Dann war es das für uns, Per." "Einfach so? Ich habe dich nie zuvor betrogen. Ich liebe dich, du bist meine Frau. Wie kannst du unser Leben wegen einem Fehler davon schmeißen?" "Du liebst sie", schrie Åsa. "Aber ich habe mich für dich entschieden." "Ha! Was, wenn wir ins Jahr 1984 zurückgehen und du hättest die Wahl? Wen würdest du wählen? Sag mir jetzt nicht, dass du diese Gefühle nicht schon damals für sie hattest. Wenn sie dich gewollt hätte..."

Er antwortete nicht, aber er schämte sich und das war Antwort genug für Åsa. Sie verließ den Raum und bald hörte er sie davonfahren. Als sie zurückkam, benahmen sich beide zivilisiert und sprachen ruhig über die Dinge. Sie würden das Haus verkaufen, Åsa ein neues Appartement in Stockholm kaufen, in der Nähe von Pers, so dass sie Gabriel zusammen erziehen könnten. Sie beschlossen sogar, den gleichen Anwalt zu nehmen, um die Scheidung zu regeln.

Marie beendete indes ihre Tour mit großem Erfolg. Nun war sie sehr beschäftigt mit Josefin, die in die Schule ging. Oscar ging weiterhin in den Kindergarten und vermisste seine große Schwester. Micke hatte ein Studioprojekt und war nicht sehr oft zu Hause. Marie hatte also sehr viel Zeit für sich alleine. Sie ging jeden Tag ins Fitnessstudio, traf ihre Freunde und schrieb Songs. Anfang September starteten die Proben für die Promo-Tour durch die USA. In der Nacht vor dem ersten Tag konnte Marie nicht schlafen. Auf der anderen Seite der Stadt, versuchte Per die Gedanken vor dem nächsten Tag zu verdrängen. Und dann erwischte er sich, wie er aus dem Fenster starrte und sich wünschte, dass Marie jetzt bei ihm wäre.

Kapitel 6

Sie trafen im gleichen Moment ein, parkten ihre Autos nebeneinander. "Hej", grüßte Per. "Hej", antwortete Marie. Sie hatten das gleiche Gebäude gemietet wie bei den CBB Proben. Niemand sonst war bisher da. Essen und Getränke waren bereits angeliefert und sie brachten sie gemeinsam nach drinnen. Marie startete die Kaffeemaschine. "Ich muss dir was sagen", sagte Per. "Ich dir auch", antwortete Marie. "Ok, du fängst an". "Per, ich will nie wieder darüber reden, was in Halmstad passiert ist. Kannst du mir das versprechen?" Er fühlte, wie sich vereistes Wasser anstelle von Blut in seinen Venen bewegte. Seine Augen starrten zu Marie, bis sie wegsah. "Sicher." Er holte sich eine Tasse Kaffee, alleine um von ihr weggehen zu können. Sie folgte ihm jedoch. "Und was wolltest du mir sagen?" "Ich habs vergessen", antwortete er distanziert. In dem Moment kamen die anderen Bandmitglieder herein und unterbrachen die Unterhaltung. Den ganzen Tag über war Per wütend und fühlte sich verletzt. Was sollte er jetzt tun? Er wollte Marie die Schuld geben, aber konnte nicht. Er wusste, dass sie Recht hatte und fühlte sich betrogen. Marie traute sich nicht, nochmal mit Per zu reden. Glücklich ging sie am Abend zu ihrem Auto.

Auf dem Weg nach Hause wunderte sie sich über sein Verhalten. Warum war er nicht glücklich über die Entscheidung? Er sah den ganzen Tag sehr traurig aus. Die folgenden Tage wurden den Proben gewidmet. Marie gab ihr Bestes, da sie wusste, dass Per auf Fehler wartete. Sie legte ihr ganzes Herz in ihre Stimme. Per blockte alles ab. Er war nur noch Geschäftsmann. Nichts mehr von Nettigkeit zu spüren. Er dachte an Amerika...sie würden alleine dort hinfahren, ohne Familie

Marie lag in Mickes Armen in der Nacht vor dem Flug. Ihre Körper vibrierten immer noch von dem unglaublichen Sex. "Du bist so schnell gekommen", murmelte er. "Zuviel Musik denke ich". Sie küsste seine Wange, atmete ihm ins Ohr. "Nochmal?" fragte Micke, und führte seine Hand zwischen ihre Hüften. Marie stöhnte kurz auf. "Ja, ja." Er liebte es, sie anzusehen, während er sich in ihr bewegte. Ihr Gesicht war rosig, ihre Lippen sehr rot, halb geschlossen. Er konnte spüren, dass es auch diesmal wieder schnell vorbei ging. Micke nahm ihre Beine und legte sie auf seine Schultern. Marie schrie vor Lust. "Ich liebe dich, ich liebe dich, oh mein Gott, oh." Seine Bewegungen wurden nun härter. Ihr Mund formte Worte, aber er konnte sie nicht hören. Sie griff nach den Gitterstäben hinter ihr, ihr Rücken hebte sich vom Bett ab und mit einem fast geräuschlosen Ton kam sie, zeitgleich mit ihm. Dieses Mal schlief sie ein, Hand in Hand mit ihm. "Lass mich nicht allein", wisperte sie unsicher. Micke wunderte sich. Warum dachte sie, er wolle sie verlassen?