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Wednesday, 31.05.2017 08:51
Kiwein | Roxette, Marie Fredriksson

Marie Fredriksson hat zu ihrem 59. Geburtstag ein neues Lied veröffentlicht: "Alone Again". Kaufen kann man ihn auf allen gängigen digitalen Plattformen. Hier gibt es mehr Informationen.

Monday, 01.05.2017 13:53
Kiwein | Per Gessle

en_vacker_natt-39913753-frntl.jpgSeit Freitag ist also Per Gessles Soloalbum "En vacker natt" auf dem Markt. Es ist der erste Teil von dem, was vermutlich ein Konzept sein soll: Denn im Herbst erscheint noch ein Album, das den Namen "En vacker dag" trägt. Dazwischen gibt es eine Tour, die "En vacker kväll" heißt. Wir bewegen uns also in der Zeit ein bisschen rückwärts, erleben erst eine schöne Nacht, dann einen schönen Abend und am Ende offenbar auch noch einen schönen Tag. Der Abend wird dabei vermutlich am schönsten, weil er länger dauern wird als Nacht und Tag zusammen. 

Womit wir beim Hauptkritikpunkt des Albums sind: Es ist verdammt noch mal zu kurz. Acht Songs, 32 Minuten. Ernsthaft? Ja, unter dem Deckmantel eines Konzeptes "Nacht, Abend, Tag und das alles schön", kann man das natürlich so verkaufen. Zweimal 16 Euro für acht Lieder zu kassieren, die nur unwesentlich mehr als 30 Minuten dauern, ist allerdings für mich schon an der Grenze zur Dreistigkeit. Nein, es ist IST dreist. Eigentlich frech. Ich habe mich daher in diesem Jahr zum allerersten Mal überhaupt entschieden, auf den Kauf eines "physischen" Albums zu verzichten und mir nur die Digitalversion von "En vacker natt" gegönnt. Kaufe ich im Herbst auf diese Art auch den schönen Tag, dann bin ich preislich zusammen etwa bei dem Preis, den ein Album einzeln kostet. Mein Kompromiss - denn natürlich will ich weiterhin den Künstler Per Gessle unterstützen und schließlich mag ich seine Musik ja meistens auch. 

Vielleicht hätte ich mich umentschieden, würde mir das Cover besser gefallen. Das ist der Mini-Kritikpunkt Nummer zwei: Das Cover ist nicht mein Geschmack. Ich traue mich hier kaum, etwas wirklich Negatives zu schreiben, denn auf dem Cover sieht man Pers verstorbene Schwester. Das ist also was ganz Persönliches, zumal sie das Bild wohl beim Leeren ihres Dachbodens gefunden haben. Es ist also eine Widmung. Und gegen Widmungen sagt man nichts Schlechtes. Mir gefällt jedoch die Gesamtkonzeption einfach nicht. Das Bild ist wunderbar - aber musste es drumherum ein Rahmen sein, der aussieht, als hätte man ihn aus Packpapier gezaubert? Diese Idee erschließt sich mir nicht. 

Nun aber zur Musik. Acht Lieder also. Småstadsprat kennen wir schon, Track Nummer drei, das war die Single mit Lars Winnerbäck. Nachdem ich das Album zum ersten Mal durchgehört hatte, stellte ich mir dann eine Frage, die ich mir oft bei Gessles Single-Entscheidungen stelle: Warum koppelt man eines der langweiligsten Lieder aus? Das gleich Schicksal ereilte uns schon 2016 bei Roxettes Good Karma.

Den ersten Durchlauf des Albums mache ich am Freitagmorgen beim Gassigehen. Als Lied Nummer eins (Min Plats) startet, bin ich schon positiv überrascht. Vom Stil ist es gar nicht wesentlich anders als Småstadsprat und erinnert auch irgendwie an einige Tracks auf Mazarin, trotzdem nimmt es mich irgendwie gefangen und soll sich bis heute, also drei Tage später, als meine persönliche Nummer vier herausstellen. Der Text ist wunderschön, die Melodie trägt einen in irgendein Paradies, von dem man gar nicht weiß, dass man hin wollte. Ein schöner, netter Song, der erahnen lässt, was noch folgen soll: viel Geige, viel Gefidel also, Steel Guitar, Country-Arrangements von vorne bis hinten. Nun, das war ja auch zu erwarten, schließlich ist das Album in Nashville entstanden.

Als Lied Nummer zwei (Första Pris) startet, bin ich so überrascht, dass ich tatsächlich schon nach vier Tönen die Augen aufreiße, den Kopf leicht schief drehe und das Handy lauter drehe. Ein Knallersound! Welch eine Melodie. Ein anderer Fan weist später zurecht darauf hin, dass es sich ein bisschen nach der schwedischen Rockband Kent anhört, von denen ich ebenfalls ein großer Fan bin. Und ja, die Gitarren klingen stark nach Kent, was das Lied aber keineswegs schlechter macht. Es ist seit Freitag auf ständiger Wiederholung: entweder auf dem Handy, im Auto oder eben in meinem Kopf. Per singt die erste Strophe unaufgeregt, irgendwie „lagom“, das Gleiche gilt für Helena Josefsson, die hier seine Duettpartnerin ist. Es ist das allererste Mal, dass ich ihren Gesang tatsächlich „ertragen“ kann. Sie verzichtet endlich mal auf ihre kindliche Verspieltheit beim Singen und singt einfach. Dieser Song war wohl mal für Roxette gedacht und ich bin froh, dass es kein Roxette-Song geworden ist, denn Marie hätte ihn mit ihrer starken Stimme vermutlich „kaputtgesungen“, ergibt das einen Sinn? Das Zwischenspiel ist so wunderbar, diese Mischung aus Gitarre und Geige, dann ein wuchtiges Schlagzeug. Für mich ist Första Pris das beste Lied, das Gessle seit Doesn’t make sense geschrieben hat.

Zu Lied Nummer drei, Småstadsprat, ist eigentlich alles gesagt. Für mich im Nachhinein und im Vergleich mit den anderen Songs durchaus langweilig, obwohl das offizielle Video wirklich richtig gut ist. Das Lied als solches ist auch nicht schlecht, aber einfach kein Knaller.

Auch die Tracks vier und fünf überzeugen mich nicht so recht. Laut Per soll Lied fünf, Allt gick så fort, eine Art Fixpunkt des Albums sein. Der Text ist wirklich wunderbar, aber weder das Arrangement noch die Melodie holen mich so richtig ab. Ich könnte es im Hintergrund wohl einige hundert Male hören und danach trotzdem nicht sagen, ob es hier irgendetwas Bemerkenswertes gibt. Vermutlich nicht. Einfach nicht mein Geschmack.

Auch das vierte Lied, Enkel Resa, ist für mich ein klassischer „Füllersong“. Das ist natürlich bei einem Album mit acht Songs fast schon fragwürdig. Ebenso: kein schlechtes Lied, nette Idee, kann man gut weghören, haut mich aber überhaupt nicht um. Wenn Per versucht, zu rappen – das ist jetzt die denkbar schlechteste Umschreibung, für das, was er hier macht – dann kann das gutgehen (wie zuletzt auf Good Karma), es kann aber auch in die Hose gehen. Netter Song. Müsste ich ihn in Punkten bewerten, wären es irgendwie 2,5/5. Zumindest das Intro ist interessant.

Glücklicherweise endet das Album besser, als es in der Mitte zu befürchten ist. Mit Tittar på dig när du dansar geht es wieder aufwärts. Kein Album ohne Gessles Kaugummi-Pop und niemand widersteht einem „kärlek låter så här“, ebensowenig wie einem „jag tittar på dig när du dansar“. Schönes, interessantes Lied. Und das lautmalerische „Mahinana“ von Helena Josefsson lässt uns an laue Sommerabende denken und sie uns herbeiwünschen.

Bislang völlig unterbewertet in den Zeitungskritiken ist der Song Några glas rosé. Die Schweden beklagen sich darüber, dass Per „tre“ auf „rosé“ reimt. Nun ja, wenn es sich doch mal reimt? Die Melodie, der Text, das Arrangement sind wunderbar. Für mich ist es kein Song, den ich in Dauerschleife höre, aber bei jedem Durchgang freue ich mich, wenn er endlich beginnt.

Auch Far too close als Abschluss passt komplett ins Konzept, auch wenn er auf Englisch gesungen ist. Tja, und hier ging es mir wie jemandem, der mit Roxette gar nichts zu tun hat. Nach den ersten Tönen dachte ich: „Klingt wie für Roxette“ geschrieben. Und so ist es wohl auch, wie Per in einem der zahlreichen Interviews erzählt hat. Hier könnte auch Marie singen, stattdessen hört man eben die amerikanische Sängerin Savannah Church. Irgendwie klingt das Lied wie eines von 1000 Schlussliedern auf Gessle-Alben, aber weil er das so gut kann, ist es eben auch ein gutes Lied. Keines meiner Favoriten, aber solide, wunderbar gesungen.

Apropos Gesang: Per hat meiner Meinung nach nie besser gesungen als auf „En vacker natt“. Das ist wohl die schönste Überraschung für mich. Er klingt, als wäre er gesanglich jetzt irgendwie angekommen, muss sich nichts mehr beweisen. Das hört man der Platte an, und es macht einfach nur Freude, dem zu folgen. 

Thursday, 24.11.2016 08:06
Kiwein | Roxette, Marie Fredriksson

15047033_1213247562074907_7922212785453268992_n.jpgWir verlosen ein Exemplar von Marie Fredriksson's Biografie "Listen to my heart. Meine Liebe zum Leben."

Schickt bis Sonntag, 27. November, eine Mail an kiwein@planet-roxette.com mit der Antwort auf folgende Frage:

In welchem Jahr haben Roxette ihr Bühnencomeback nach Maries Krankheit gefeiert?

Viel Glück.

Der Gewinner wird erst per Mail informiert und dann hier bekanntgegeben.

Teilnehmer aus Ländern außerhalb Deutschlands werden nicht berücksichtigt - wir tragen die Versandkosten selbst und das muss sich in Grenzen halten.

Tuesday, 22.11.2016 19:11
Kiwein | Roxette, Marie Fredriksson

15047033_1213247562074907_7922212785453268992_n.jpgDass Marie Fredriksson einen Gehirntumor hatte, schwer krank war, das wissen viele, die sich auf dieser Webseite oder auf unserer Facebook-Seite aufhalten. Zumindest, dass sie schwer krank war. Was diese Krankheit mit ihr gemacht hat, wie sie sie verarbeitet hat und was sich in ihrem Leben alles verändert hat, hat Marie in einer Biografie aufgearbeitet: "Listen to my heart. Meine Liebe zum Leben" heißt ihr neues Buch auf Deutsch. Im Schwedischen ging es ein bisschen puristischer, ohne Abwandlung eines bekannten Roxette-Songs: "Kärleken till livet". Liebe zum Leben. Vermutlich war man sich im Edel-Verlag nicht so ganz sicher, ob die deutschen Buchleser Marie überhaupt noch kennen und entschied sich, einen Songtitel abzuwandeln. Dagegen ist sicherlich nichts einzuwenden, aber festzuhalten ist, dass nur der Titel "Liebe zum Leben" von Marie selbst kommt. Und der Name ist Programm in diesem Buch.

Ich habe die Biografie bereits im vergangenen Jahr auf Schwedisch gelesen und musste einige Abstriche machen. Mein Schwedisch ist ausreichend, aber nicht fließend. Den Zusammenhang habe ich verstanden, einzelne Wörter oder Sätze in sich aber nicht. Daher war klar, dass natürlich auch die deutsche Version in meinem Regal stehen muss.

Am vergangenen Wochenende habe ich das Buch nun gelesen - an einem Tag. Ich weiß, dass ich nicht der einzige Fan bin, der das geschafft hat. Es geht so einfach aus zwei Gründen: Es ist unfassbar spannend und bewegend, man kann es einfach nicht weglegen. Zum anderen ist das Buch in den Kapiteln, in denen die Autorin Helena Zweigbergk Maries Erzählungen zu Papier gebracht, in sehr leichter Sprache gehalten - eben genau SO, wie Marie heutzutage spricht. Das war ein mutiger Schritt, aber genau der richtige. Ja, das ist Marie heute. Ihr fallen nicht alle Wörter ein, sie hat Erinnerungslücken, sie spricht manchmal bruchstückhaft. Zweigbergk hat diesen neuen, unwiderstehlichen Charakterzug, so nenne ich es mal, perfekt eingefangen und wiedergegeben. Wenn man liest, wie Marie aus ihrer Vergangenheit oder von ihrer Krankheit erzählt, ist es, als würde man selbst mit ihr am Küchentisch in Djursholm sitzen und ihr lauschen. Womit wir wieder beim ersten Punkt wären: Es ist unfassbar bewegend und spannend.

Und, wie schon erwähnt: Der Titel ist Programm. "Liebe zum Leben". In jeder, wirklich jeder Zeile wird das deutlich. Diese Frau, diese Kämpferin, diese Ikone, dieses Vorbild für uns alle. Sie hat niemals aufgegeben, auch, als die Chancen am schlechtesten standen. Sie gibt niemals auf, auch jetzt nicht, wo ihr Bein nicht mehr das macht, was es soll. Und sie wird niemals aufgeben, auch in der Zukunft nicht, wenn alle Therapien für das Bein scheitern sollten. Weil sie nicht kann, weil sie nicht will. Weil sie das Leben liebt und für jeden schönen Augenblick kämpft. 

Die Biografie macht nämlich neben dieser Liebe zum Leben noch etwas deutlich: den tagtäglichen Kampf, den Marie jeden Tag auf sich nimmt, um diese Momente genießen zu können. Die Momente, in denen sie müde ist, sich ausruhen muss. Die vielen Monate, die sie in den vergangenen sechs Jahren auf Reisen verbracht hat. Reisen, die ihr alle Energie geraubt haben. Für Momente, die ihr all diese Energie und jede Menge Selbstvertrauen wiedergegeben haben. 

Alle vermeintlich schweren Momente in unserem Leben werden ganz ganz leicht, wenn man dieses Buch gelesen hat und ein bisschen Unterstützung braucht. Ein kurzer Gedanke an diese unglaubliche Kämpferin - und schon ist fast alles wieder im Lot. Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: Vor zwei Jahren musste ich zum zweiten Mal in meinem Leben zu einer MRT. Und das mit Klaustrophobie. Eine Bagatelle für andere, für mich die pure Hölle. Die ersten Minuten konnte ich mich wunderbar zusammenreißen, tief atmen, mich an den Strand denken. Doch dann ging die Angst mit mir durch. Plötzlich hatte ich Maries Gesicht vor Augen. "Verdammt noch mal", dachte ich, "Marie lag sicherlich hundert Mal öfter in diesem Ding als du. Reiß dich gefälligst zusammen." 

Es ist ganz leicht, etwas von Marie durch diese schonungslose Wahrheit, die sie uns in diesem Buch präsentiert, zu lernen: Liebt das Leben. Überlegt noch mal einen Moment, bevor ihr euch über etwas ärgert, ob es das wirklich wert ist. Lächelt, genießt die Augenblicke, die Natur. Nehmt Anteil am Leben eurer Lieben und gebt niemals auf.

Das ist das Schöne an "Liebe zum Leben". In all seiner Tragik, in all seinem Schmerz, in all dieser Verzweiflung beim Lesen, dass man Marie all diese Pein nicht abnehmen konnte, bleibt am Ende nur eine Erkenntnis: Da ist immer noch so viel Lebensfreude in dieser Frau, dass es an schlechten Tagen auch für den Rest der Welt reicht.

Und wenn ihr ihr danken wollt, dann schickt ihr einen Strauß weiße Rosen! Die liebt sie. Wahlweise kauft dieses Buch. Sie wird sich auch darüber freuen. 

Tuesday, 19.04.2016 20:03
Kiwein | Roxette

Weil die Ärzte Marie Fredriksson dringend geraten haben, nicht weiter live aufzutreten, haben Roxette ihre geplanten Konzerte abgesagt. 

Dies bedeutet zugleich das Ende der Live-Konzerte überhaupt für Roxette. Die Band wird nicht mehr live auftreten. In einer Pressemitteilung vom Montag, 18. April, wurde jedoch nicht davon gesprochen, dass es keine weiteren Alben mehr geben soll.

Eventuell könnte aber die neue Platte, die am 3. Juni erscheint und Good Karma heißt, die letzte sein. 

Thank you for the joyride, Per und Marie!

(Diese Seite wird nur unregelmäßig gepflegt. Aktuelles gibt es auf unserer Facebook-Seite!)

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Tuesday, 17.11.2015 15:41
Kiwein | Roxette

Nach einigem Hin und Her wurden heute weitere Daten der niemals endenden Roxette-Tour bekannt. 2016 geben Roxette entweder drei oder vier Konzerte in Deutschland.

Drei, wenn man der aktuellen Pressemitteilung glauben darf. Vier, wenn man dem Artikel glaubt, den die Rheinische Post in der vergangenen Nacht veröffentlicht hat. 

Hier sind die Daten: 

30.06 Zimny Stadium O, Bratislava, Slowakei
15.07 Sparkassen Park, Mönchengladbach, Deutschland
21.07 Zitadelle, Berlin, Deutschland
23.07 Schlossplatz, Emmendingen, Deutschland
09.09 Ice Hall Arena, St Petersburg, Russland
11.09 Crockus Hall, Moscow, Russland

Es ist aber deutlich angekündigt, dass noch mehr Daten kommen! Wir bleiben dran! Tickets für EMMENDINGEN gibt es bereits ab MORGEN, 18. NOVEMBER bei LiveNation.

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Friday, 17.07.2015 08:43
Kiwein | Roxette

Das "The Look" Remake 2015, das Per und Marie im Rahmen einer Kampagne der schwedischen Modefirma KappAhl aufgenommen haben, ist jetzt zum Kauf erhältlich.

Wer sich die Version vorab mal anhören will, kann das auf Spotify tun.

Es gibt auch ein Making-Of-Video, das es wert ist, angeguckt zu werden. Einmal, zweimal, vielleicht einfach auch zehnmal.

Tuesday, 02.06.2015 09:50
Kiwein | Roxette

Noch eine Veröffentlichung: I11255208_10152755400315178_4048406667849371414_n.jpgm Herbst erscheint ein neues Roxette-Album. Laut Aussage von Per Gessle. Datum, Titel, Tracklist, Preise gibt es noch nicht. Nur die vage Aussage, dass da was in der Mache ist. Wir sind gespannt. 

Die erste Single soll übrigens schon im Sommer erscheinen - auch hier ist noch unklar, wie sie heißen könnte, wann genau sie rauskommt und wie sie gegebenenfalls promotet wird.

Zuerst einmal starten am 24. Juni die Deutschland-Konzerte des europäischen Teils dieser Welttournee, die noch bis Ende 2016 dauern wird. Start ist in Köln, das letzte Konzert findet dann am 7. Juli in München statt.

Tuesday, 02.06.2015 09:39
Kiwein | Roxette, Marie Fredriksson

karlekentill_inb_low.jpgPer Gessle hat mit "Att vara Per Gessle" ja schon vor ein paar Jahren vorgelegt, jetzt zieht Marie Fredriksson nach. Im Herbst, am 14. Oktober, erscheint ihre Biografie "Kärleken till livet" (Liebe für das Leben).

In Zusammenarbeit mit Autorin Helena von Zweigbergk geschrieben, erscheint das Werk im schwedischen Piratförlaget. Eine englische Version ist geplant, weitere Infos zu einer nicht-schwedischsprachigen Veröffentlichung sind jedoch noch unklar.

"Ich will nur sagen, wie es ist. Keine Aufregung. Einfach nur so, wie es gewesen ist", sagt Marie Fredriksson über das Buch, das 330 Seiten umfasst und auch als E-Book erhältlich sein wird.

 

Saturday, 15.11.2014 22:18
Kiwein | Roxette

In den letzten Tagen gab es Verwirrung und vor allem jede Menge Unmut über die Ticketverkäufe.

Es gab Zeiten, da kaufte man Konzertkarten beim Händler seines Vertrauens - in der Stadt bei einem Kramladen, bei der Zeitung oder direkt beim Veranstalter. Schon damals lag das Monopol bei CTS, das ist auch immer noch so. Doch seit zwei Jahrzehnten gibt es ja zum Glück das Internet. Bestellen kann so einfach sein, allerdings wird es auch immer teurer - aber es entlarvt auch: Ticketpraktiken, die keiner gutheißen kann.

Aktuell ist das im Fall von Roxette zu beobachten. Am Donnerstag gab es einen exklusiven Vorverkauf beim größten deutschen Ticketanbieter eventim.de. Mit dem Passwort "anniversary" konnte man einen Tag vor dem eigentlichen Verkaufsstart Tickets kaufen. Worin der Sinn liegt, darf gefragt werden, denn auch der exklusive Vorverkauf war jedermann auf diesem Planeten zugänglich. Angeblich soll es Schwarzmarkthändler davon abhalten, große Mengen zu kaufen und wieder zu verkaufen, allein: man versteht den Unterschied nicht. Und darüber hinaus: Wer braucht einen Schwarzmarkt, wenn er offizielle Ticketanbieter hat? Die sind quasi ihr eigener Schwarzmarkt.

Hier ein aktuelles Beispiel: Für das Roxette-Konzert in Paris gibt es zwei Optionen. Entweder kann man Karten direkt bei Live Nation kaufen - oder bei Ticketmaster. Keine Sorge - diese beiden Firmen gehören natürlich zusammen, was den folgenden Fall natürlich umso perverser macht. Am Freitag begann der Vorverkauf für Paris. Während auf der Live Nation-Seite nichts passierte, gab es bei Ticketmaster schon Karten. Erste Reihe, Mitte: 200 Euro. Weil klar war, dass das ja der Standardpreis sein müsse, schlugen einige Fans zu und kauften. Nur um einige Stunden später festzustellen, dass es nun auch bei Live Nation Karten gibt. Erste Reihe, Mitte: 62 Euro. Und auch jetzt, knapp 48 Stunden später ist es noch so, dass die Karten in der besten Kategorie bei zwei Anbietern (die aber natürlich aus dem gleichen Hause sind) unterschiedlich viel kosten:

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Danke an Nina für das Bild an dieser Stelle. Ganz ehrlich: Das ist ein Skandal! Wie kann so etwas sein? Das Internet verzeiht und vergisst ja nichts, deswegen sind wir froh um diesen Screenshot.

Das war allerdings nicht der einzige Skandal, der sich rund um den Ticketverkauf ereignet hat. Ein wirklich unschöner Trend hält nämlich langsam Einzug in Europa. Er kommt aus den USA und ist der heiße Scheiße: Statt allen Leuten angemessen teure Karten bei gleichen Chancen zu verkaufen, überschwemmen VIP-Pakete, "Early Entrance"-Pakete und besonders gute Karten, wenn man Mitglied ist oder eine Kreditkarte bei sonstwo hat, den Markt.

Beispiel London: Erste Reihe, Mitte: ging zu Beginn des Vorverkaufs nur dann zu kaufen, wenn man eine unfassbar geile Kreditkarte von American Express hat. Alle anderen guckten in die Röhre oder mussten bis zu 380 Euro (!) zahlen - für eine Sitzplatzkarte für ein Roxette-Konzert.

Beispiel Mainz: bestuhltes Konzert, die Karten sind hier ohnehin schon teurer als bei allen anderen Konzerten dieser Tour. Beim Beginn des Vorverkaufs Verwunderung: Die ersten beiden Reihen sind geblockt. Nach einiger Recherche stellt sich raus: Der Promoter selbst (ja, ich nenne gern den Namen: Marek Lieberberg Konzertagentur) hat die Karten geblockt. Erst ein Artikel auf Roxetteblog.com führt dazu, dass das Management eingreift und die Karten in Mainz buchbar macht (bis auf einen einzigen Fan hat diese Karten aber nie jemand wirklich verfügbar gesehen). Darüber hinaus entschuldigt sich das Management für das Vorgehen in Mainz und London - jetzt gibt es auf einmal günstige Karten. Auch in Paris.

Damit entzündet sich der Shitstorm aber nur noch ein weiteres Mal. Denn jetzt fühlen sich die Harcore-Fans erst recht betrogen. Sie haben schließlich im "exklusiven" Presale zugeschlagen, weil sie dachten, dass sie dort auch die Karten bekommen - zu dem Preis, der RICHTIG ist - die sie wollen. Der Ärger kocht hoch, es werden Mails an die Promoter geschickt, in denen eine Erstattung der Differenz gefordert wird. Mal sehen, was und ob überhaupt etwas passiert.

Die Entwicklung ist also folgende: Die Veranstalter möchten gerne, dass Konzertbesucher der vorderen Reihen  Kreditkartenbesitzer einer bestimmten Marke sind. Gut betucht, wohlhabend, gut angezogen. Die vielleicht in der Halle für Essen und Trinken auch noch mal 50 Euro lassen. Die Veranstalter möchten gerne, dass Konzertbesucher Mitglied bei bestimmten Firmen sind (in Schweden beispielsweise Coop und ComViq), bevor sie Karten kaufen können. Man möchte, dass der, der vorne steht, in Reihe eins, 90 Euro mehr bezahlt als derjenige, der zwei Reihen dahintersteht. Weil es ja exklusiv ist, vor dem Künstler einen Platz zu haben.

Allerdings: Da wäre das Beispiel Schweden. Für die vier Konzerte in Schweden gibt es auch einen exklusiven Vorverkauf - für all die, die Mitglied bei Comviq oder Coop sind. Nummern werden besorgt, Karten werden unter der Hand für andere gekauft - nur, um ein paar Stunden später festzustellen, dass es jetzt noch ganz andere Karten gibt. Nämlich die, die dazu berechtigen, das Gelände vor allen anderen zu betreten: für schlappe 150 Euro. Welcher Hardcore-Fan bezahlt das?

Diese Entwicklung ist nicht nur bedenklich, sie ist absoluter Mist. Das wird mittelfristig dazu führen, dass nicht nur weniger Karten verkauft werden (ja, man kann doch sagen, dass mehr Leute kämen, wären die Karten günstiger, oder?) und dass vor allem eines fehlt: Stimmung. Noch nie - und ich meine NIE - habe ich irgendeinen VIP-Gast jemals in irgendeiner Halle Stimmung machen sehen. Die Bands, die diese Entwicklung unterstützen, können einem leidtun. Einen Ausweg aus dem Dilemma gibt es vermutlich nicht, denn die Monopolhalter machen auf diesem Gebiet einfach, was sie wollen.

Schade! Unter diesen Bedingungen - sollten sie nach Deutschland kommen - wird einem der Spaß an Konzerten tatsächlich genommen.

Immerhin - am Ende des langen Tages hatte sich das Roxette-Management eingeschaltet. Mit einer wunderbaren Nachricht, das muss man sagen. Sie sind bemüht, sie regelten einiges, aber sie können es letztlich nicht ändern. Es zeigt nur, dass sie an ihren Fans hängen. Gott sei Dank.

Hier der Originaltext:

Dear Roxers,

following the turbulent posting on Facebook and Twitter etc regarding the release of tickets for the upcoming XXX Europe Tour 2015 we’d like to clarify some of the queries on behalf of Roxette.

We’re actually rather surprised reading some of your negative comments as Roxette have always been a band who are widely known for keeping their ticket prices very low compared to most other artists. The reason for this is of course very simple. They want as many fans as possible to be able to attend Rox events all over the world. This is a fact, almost a trademark for the band, and that’s why this entire discussion makes us all quite startled and sad. But we hear you and want to meet your queries.

Here are some facts:

– The pre-sale system was launched in order to fight the black market companies who only try to rip off hardcore fans by buying bulk tickets and selling them with an enormous personal profit.

– It might be obvious but we must advise you to only buy tickets from our official ticket providers listed on our sites as well as on Live Nation sites. We also need to encourage you to very carefully and thoroughly read the information about tickets on these sites. In most cases you will find that an average ticket price is lower than most other artists and that the special pre-sale tickets are extremely limited in each country.

– Regarding the situation in Mainz, the local promoter made a mistake and the first rows should of course have been up for sale from the start. Marek Lieberberg Konzertagentur apologizes for this.

– Regarding London, Ticketmaster made a mistake and blocked too many tickets on the floor. This has now been corrected and all remaining tix are now available at regular price plus service fee.

We sincerely hope this explains some of your questions. After some wonderful shows in Russia with Finland, The Baltic countries, New Zealand and Australia coming up, Marie, Per and the band are really looking forward to the European gigs next summer. And to meet you there.

D&D management

 

Das Thema der Early-Entrance-Pakete wurde leider sorgsam umschifft. Schade. Aber vielleicht tut sich noch was. Insgesamt ist das alles jedoch eine riesige Enttäuschung.

 

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